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Ersatzneubau Wohnheim Klosterfiechten

Projektwettbewerb 2013, unbeschränktes Teilnehmerfeld, 2. Runde

Der winkelförmige Neubau des Wohnheimes bildet einen geschützten Eingangshof, von dem aus die beiden Wohngruppen und die Räumlichkeiten des Personals separat erschlossen werden. Dieser Hof bildet die neue Adresse des Wohnheimes: hier werden Besucher empfangen, die Bewohner zur Arbeit abgeholt und nach Feierabend wieder nach Hause zurück gebracht. Beide Wohngruppen sind um 90° und halbgeschossig zueinander versetzt angeordnet. Durch diese Split-Level-Anordnung bindet sich das Gebäude optimal in die Umgebung und das bestehende Terrain ein. Die Dachform reagiert auf die Umgebung und bildet mit den beiden erhöhten Dachflächen die Aufenthaltsräume der Wohngruppen in den Fassaden ab. Die Aussenräume sind wichtige Aufenthaltszonen der Bewohner, sie dienen sowohl dem individuellen Erleben der Natur als auch der gemeinschaftlichen Beschäftigung. Die Gestaltung der Aussenräume als klosterähnliche Kartausen mit Stützmauern aus Naturstein ermöglicht geschützte Spiel- und Betätigungsmöglichkeiten im Freien. Der Neubau erfüllt höchste Anforderungen der Nachhaltigkeit, die Gebäudehülle entspricht den Primärenergieanforderungen nach MINERGIE-P und ist die Basis für einen geringen Heizwärmeverbrauch. Aufgrund des Parzellenzuschnittes muss der Neubau an Ort und Stelle des bestehenden Gebäudes erfolgen, die Bewohner müssen während der Bauzeit in ein Ausweichquartier umziehen. Das Gebäudekonzept trägt diesem Umstand Rechnung und kann durch den hohen Vorfertigungsgrad in Holzbauweise dazu beitragen, die Bauzeit und damit die Belastung für die Bewohner erheblich zu verkürzen.